Einladung zur Ausstellung

"Julius Seyler - Reiseimpressionen"


vom 2. März - 20. März 2001 und 3. April - 12. Mai 2001

Eine Auswahl von ca. 30 Werken zeigen wir vom 24.3.-1.4.2001 auf der KunstMesse in Köln.


Seyler Julius

Seyler Julius

Seyler Julius

Seyler Julius

Seyler Julius
Ausgehend von der Zügelschule ging Julius Seyler (1873 - 1955) einen kontinuierlichen Weg zu einer eigenständigen Kunst. Seine künstlerischen Stationen gehen Hand in Hand mit den Aufenthalten in Belgien, Frankreich, Norwegen und Nordamerika, die ihm auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen immer wieder entscheidende Impulse vermittelten.

Die auf diesen prägenden Reisen entstandenen Werke aus dem Zeitraum von 1909 - 1914 sind im OEuvre Seylers Höhepunkte von hoher künstlerischer Aussagekraft. Im Jahre 1909 besuchte er Paris, den damaligen Treffpunkt der Avantgarde. Ein Jahr später war die Begegnung mit den Krevettenfischern in Flandern für Seyler ein Schlüsselerlebnis, das ihn zeitlebens gefangen nahm. Auf der Reise nach Norwegen 1911 wurde das Kolorit stark lokalfarbig. Sein Pinselstrich befreite sich weit über die gegenstandsumfassende Funktion hinaus zum stärksten Ausdrucksträger. Der Malgrund ist als bildkonstituierendes Element in den Bildaufbau mit einbezogen. Durch diese Stilmittel und den schnellen Malgestus gewinnen seine Bilder eine spontan empfundene Lebendigkeit. Möchte man Seylers Kunst einordnen, müsste man ihn als stilistischen Gratwanderer bezeichnen. Bereits ab 1911 zeigte der Münchner Galerist Heinrich Thannhauser, der Seyler seit 1910 vertrat, seine Werke in Einzelausstellungen. Auf der Bretagne-Reise 1912 entstanden neben zahlreichen Studien Werke, die durch einen pulsierenden Rhythmus charakterisiert sind. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Bilder der norwegischen und bretonischen Fischerhäfen Seylers Affinität zum Meer.

1913 und 1914 bereiste er die Indianerreservate Montanas, in denen er das Leben der Indianer schilderte und äußerst expressive Rocky Mountains-Landschaften schuf.

Wie eine Bombe schlug für Seyler die Nachricht des Kriegsausbruchs 1914 in Deutschland ein, worauf er kurz entschlossen die Farm seines Schwiegervaters in Wisconsin übernahm. Erst 1921 kehrte er nach Deutschland zurück. Seyler gelang es, an die Erfolge vor dem Krieg anzuknüpfen. Regelmäßig beschickte er ab 1921 die Ausstellungen im Münchner Glaspalast. 1922 konnte er in der Galerie Helbig in München die Werke seiner Reisestationen erstmals konzentriert der Öffentlichkeit präsentieren. Eine weitere Einzelausstellung fand 1924 in Thannhausers Dependance in Luzern statt. Im selben Jahr wurde ihm der Professorentitel von der Münchner Akademie verliehen. Eine seiner letzten größeren Reisen führte ihn 1927 nach Südfrankreich. Von 1926 bis 1940 erschienen drei Monographien über sein künstlerisches Schaffen. In seinem Spätwerk setzte sich Seyler u.a. intensiv mit der Aktdarstellung auseinander. Ab 1946 erkrankte er an einer altersbedingten Augenkrankheit, die ihm bis zu seinem Tod im Jahre 1955 das Arbeiten erschwerte.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.