Einladung zur Ausstellung

Nay, Schumacher, Winter
Drei Positionen in der Kunst nach '45


12. Oktober - 25. Oktober 2002 und
6. November - 20. November 2002

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Wir zeigen eine Auswahl der Ausstellung auf der ART COLOGNE vom 30.10.-3.11.2002



Papierstationen des 20. Jahrhunderts
Anlässlich des 100. Geburtstags von Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) und parallel zur Nay-Retrospektive in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung zeigen wir Werke dieses großen Koloristen in Gegenüberstellung mit seinen Künstlerkollegen Emil Schumacher (1912-1999) und Fritz Winter (1905-1976).

Die drei Künstler haben einen entscheidenden Beitrag zur Etablierung der Abstraktion in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg geleistet. Der Malerei in ihren ureigensten bildnerischen Mitteln zum Ausdruck zu verhelfen, empfanden Nay, Schumacher und Winter als große Herausforderung. Ihre Wurzeln fanden sie zunächst in der Kunst des Deutschen Expressionismus und des Bauhauses. Der Weg und das Ziel der drei ist jedoch völlig eigenständig und unverwechselbar. In vielfältiger Hinsicht verhalfen sie einer neuen Bildauffassung zum Durchbruch.

Verfolgt der künstlerische Weg Ernst Wilhelm Nays konsequent die sukzessive Befreiung der Farbe, so wird bei Emil Schumacher die Verselbstständigung der Linie und der Materie zum Thema. Wo Nay in seinen "Scheibenbildern" die Farbe zu transzendieren versucht und die Scheiben zum Schweben bringt, betont Schumacher die Konsistenz der Farbe. Während Schumachers Bilder vom Dialog bzw. Kampf des Künstlers mit der Farbmaterie erzählen, zielt Fritz Winter auf den bildimmanenten Dialog der Farben und Formen. Winter sucht der Natur innewohnende Schöpfungskräfte in einer abstrakten Bildgesetzlichkeit sichtbar zu machen.

Die unterschiedlichen Gestaltungsprinzipien dieser drei Meilensteine in der Kunstgeschichte möchte diese Ausstellung veranschaulichen.